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mein liebes kind,
es freut mich dass du offenbar meinen blog liest. allerdings war das mit dem willen lassen nicht so gemeint, dass du seit dem vormittag komplett verweigern darfst so dass ich jetzt ausstreiche, kügelchen esse und in salbeitee ertrinke. nein, so war das nicht gemeint.
ich hatte gehofft, eine längere stillbeziehung als klägliche 2,5monate mit dir führen zu dürfen ud fühle mich ehrlich gesagt als komplettversager wenn ich jetzt im schwesternzimmer stehe und meine abstillkügelchen hole. ich, die hier anreiste und immer erklären musste warum ich ein kind voll stille und eines eben flasche bekommt. und dass du dir ausgerechnet die tage zum streiken aussuchst, an denen deine oma hier ist, die eh am satt werden durchs stillen zweifelt war auch nicht so förderlich für die seele deiner mama.
traurige grüße udn dennoch 1000küsse mein geliebtes kind,
deine mama
also
nachdme ich mich etwas beruhigt habe versuche ich aktuell wieder etwas optimistischer zu sein und blicke nochmal zurück
als die shrimps damals viel zu früh auf die welt purzelten und bis zum milcheinschuss pre ha gefüttert bekamen, hatte ich das erste mal sorgen bzgl neurodermitis, mir wabberten artikel im kopf rum dass das allergierisiko durch nicht-muttermilch steige udn auch das risiko für neurodermitis anwuchs, insbesondere dann, wenn allergien oder hautprobleme bei den eltern diagnostiziert waren-und das bei uns auch noch reichlich.
nach dem milcheinschuss wurde ich hinsichtlich dieser angst ruhiger und pumpte ab.später dann, als die jungs zuhause waren versuchte ich nochmals das stillen und scheiterte kläglich durch die unglaublich langen stillmahlzeiten der beiden bzw der brustverweigerung. sie tranken/nuckelten ewig aber nicht richtig, regten dadurch die milchproduktion auch nicht richtig an, die milch wurde weniger, die jungs nahmen erst nicht zu und dann ab. da ich dennoch muttermilch geben wollte pumpte ich also wieder ab, es war der richtige weg für mich, die jungs mit muttermilch zu ernähren.
mit etwa 2-3moanten bekam albert dann babyakne-unschön, aber nicht weiter tragisch. allerdings las ich wieder sorgenvoll von einem gesteigerten risiko für babyakne-kinder, an neurodermitis zu erkranken. ich pumpte derweil fleißig weiter ab.
irgendwann aber nach 3,5moanten konnte ich nicht mehr, die pumperei beanspruchte das brustgewebe derart, die milchpumpe selbst fesselte mich an zu haus, länger als 3h von der milchpumpe getrennt war nicht drin und ich bekam dadurch und durch die schmerzen der brust langsam einen koller. ich war unausglichen, gestresst und gereizt-oder mit einem wort: unausstehlich.
ich wollte damals einen letzten versuch wagen, die jungs an das normale stillen heranzuführen und bei verweigerung abstillen. 3,5monate muttermilch, mehr konnte ich nicht.
es dauerte insgesamte 3tage, gustav zum voll-stillen zu überreden-nur albert, albert wollte so gar nicht. er brüllte an der brust, und wenn er mal nicht brüllte sondern trank, dann nur miniportiönchen, die ihn 15min später wieder brüllen ließen.
ich gab dann irgendwann auf und stillte albert ab. mit schlechtem gefühl zwar aus angst ihm wichtiges vorzuenthalten, aber ich tat es. und hatte damit ein still- und ein flaschenkind.
kurze zeit später begannen sich bei albert dicke weiß-gelbe schuppen auf der kopfhaut zu bilden. der gang zum kinderearzt brachte die diagnose kopfgneis-kopfgneis-gott sei dank. ich hatte damls sorge es sei milchschorf, ein zeichen für neurodermitis, aber der kinderarzt blieb ruhig und diagnostizierte kopfgneis. udn verschreib nacch wochen ohne besserung eine mittel gegen die pilze, die diesen verursachen. nur machte das mittel es nicht besser, sondern schlimmer, die schuppen wanderten richtung gesicht. vor 3wochen sah es derart schlimm aus, dass alberts ganzes gesicht nur noch aus roten schuppigen und rauhen flächen bestand. wir also wieder zum kinderarzt, diesmal die diagnose seborrhoische dermatitis und die farge, ob wir auf allergien testen wollen, die ebenso ursache für das hautbild alberts sein könnten und obgleich er sagte dass die meisten eltern auf dieses „quälerei“ verzichten (blutabnahme über eine kopfvene), ließen wir testen. außerdem zeigten wir die armbeugen ,die ebenfalls begannen rote schuppende hautstellen zu bilden.
heute gabs das ergebnis, albert reagiert auf hühnereiweiß.außerdem legte er den besuch einer hautklinik nahe und sagte, es deute doch auf neurodermitis hin, als ich von den juckattacken erzählte, die ihn die vergangenen 2wochen quälen. sein kopf scheint derart zu juken, dass er sich blutig kratzt, wenn er nicht permanent handschühchen trägt.
nach dem telefonat hätte ich heulen können, vor angst um meinen armen frosch und aus schlechtem gewissen. vllt wäre das alles nicht passiert wenn ich doch weiter abgepumpt hätte….
im moemnt klammer ich mich an die hoffnung, dass deuten ja nicht gleich wissen heißt udn hoffe auf die hautklinik.
wein
meine größte angst ist nun gewissheit, albert hat keinen kopfgneis bzw die sich über den körper ausbreitende form der seborrhoischen Dermatitis sondern Neurodermitis.
scheiße.scheißtag.scheiße
autsch
albert ist zum reißenden piranha mutiert, ganz wunderbare schmerzen die er mir täglich beschert. kennt jemand neben wollfett und multi-mam-kompressen mittelchen die mein leid schmälern? oder noch besser-weiß jdm wie ich ihm das wieder austreibe?
eine woche danach
heute nacht wird die geburt unserer söhne 1woche zurück liegen. eine woche, die voller ereignisse steckte, ereígnisse, die sich täglich mehren, die nach verarbeitung schreien.nur wann diese statt finden soll, das weiß ich nicht. besonders die vergangenen tage waren hart, die aussicht auf die kommenden vermag ich nicht anders zu umschreiben. seitdem ich die klinik und damit meine kinder verlassen musste, habe ich mehr tränen als in meinem gesamten leben vergossen und ich weiß nicht, wie lage ich mit dieser trennung noch zurecht komme bzw die aktuelle belastung verkrafte.
aufgrund der entfernung schaffe ich es im moment, meine söhne 2mal täglich für je ca. 2-3 std zu besuchen. hinzu kommt an- und abreise sowie die täglichen abpumpzeiten für die so kostbare und schwer umkämpfte muttermilch. mehr bleibt nicht vom tag, ich hetze hindurch und fühle mich nur bei meinen söhnen wohl.
ich weiß nicht, welch grausamer mensch neugeborenenstation ohne ausreichend familienzimmer plante, ich weiß nicht, wie lange ich das noch schaffe, ich weiß nicht, ob neben milchstau noch andere auswirkungen des stresses auf mich zu kommen, ich weiß nur: ich muss zu meinen söhnen und ich verstehe diesen ganzen klinikapparat nicht. und es ist mir schleierhaft, wie andere frauen mit der situatrion zurecht kommen, deren kinder zudem nicht so große fortschritte machen wie unsere zwei kämpfer.

Gustav satt zufrieden nach dem Stillen. Wir schaffen zwar an der Brust keine ganze Mahlzeit, aber
sind auf dem Weg dahin.
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4,5 tage später: ich muss raus aus dem kh, zuviele geburten als dass ich länger hier sein dürfte. familienzimmer auf kinderstation alle belegt, ich muss nach haus und bin am ende

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