Shrimps unterwegs

trauma

Veröffentlicht in Presserei von dickbauchmarie am 16/06/2009

gerade bauchbilder geguggt und sentimental ein paar tränchen verdrückt da folgendes realisert:
eigentlich wäre ich jetzt, heute, die nächsten tage noch schwanger. noch nicht am termin. eigentlich müsste ich jetzt noch rund durch die gegend watscheln, stöhnen, ächtzen und gott für den kühlen sommer danken. eigentlich sollte ich noch immer an der vorstellung des gebärens festhalten, festhalten an der vorfreude auf dieses ungeborene wunder.
durch lesen hier habe ich alles wieder realsiert, mich erinnert wie ich mir alles dachte, wünschte, wie ich hoffte mir meine beiden wunder zu erkämpfen und sie im anschluss zu beschnuppern, zu bestaunen, zu bekuscheln, zu ….

Kassiopeia meinte neulich eine geburt kann traumatisieren. ich kann nur zu stimmen.

durch meinen viel zu zeitigen blasensprung machte ich mich vor nahezu 6 wochen auf den weg in die klinik meiner wahl. die mich abwies, da sie zum wochenende keine ständig anwesenden 2 kinderärzte garantieren konnten. für mich brach eine welt zusammen. das KH, was ich gewählt hatte da es eben nicht die schulmedizinischen keulen wie wehentropf mir nichts dir nichts raus holt wollte mich nicht. für mich brach eine welt zusammen.
nach verlegung in die uniklinik weitere träume bzw vorstellungen, die platzen: ich wurde zum ein.lauf verdonnert, mit dem wehentropf mit hammerwehen gequält. der shrimpkopf zu allem überfluss nicht vor dem muttermund, sondern daneben, so dass er permanent gegen meine gebärmutterwand gedrückt wurde und der gebärmutterhals sich durch den druck in die gebärmutter stülpte. die muttermunduntersuchungen waren demnach ebenso die hölle, denn es wurde nicht an sondern in der gebärmutter getastet. und das stündlich-wobei ich heulte und wimmerte. die schmerzen einer wehe waren gegen DAS ein klacks. zumindest die ohne wehentropf. denn als dieser hinzu kam bescherte er mir nicht kräftigere wehen sondern nicht enden wollende. dies und der sich nicht einstellen wollende kopf bescherte mir nach einigen stunden eine pda-die erlösung. und dann, ein, zwei stunden später der muttermund offen und ich dachte HIHA! geht doch. und es ging nicht – die wehen nicht stark genug – der wehentropf aufgedreht udn ich wieder am ende. paralell die shrimpherztöne im keller – und plötzlich alles hell, voller menschen, man empfahl mir, nein, legte mir eine sectio dringend ans herz. meine wehen seien nicht stark genug allein, die wehentropfwehen vertrugen weder ich noch meine kinder und sie wollten nicht abwarten aus angst vor aufsteigenden keimen 14h nach blasensprung. meiner kinder seien doch schwach. ich hörte alles nur durch einen nebel, wurde durch die wehen geschüttelt, heulte. und unterschreib schließlich das blatt was man mir unter die nase hielt udn damit die sectio absegnete.
ich weiß bis heute nicht was ich da unterschreib, bekam nichts mit. nach katheter ab in den op. ohne mann. ich heulte noch mehr und wurde weiter von krämpfen geschüttelt.
im op dann die spinalanästhesie-eine herausforderung für arzt udn mich. irgendwann saß sie dann. udn dann warten, geruckel und ein erster zarter schrei. 23:09, 23:10 folgte ein zweiter.ich lag bewegungslos hinter meinem tuch und hörte gewerkel, nur sehen konnte ich nichts. ich fragte nach meinen kindern, man antwortete mir die kinderärzte kümmern sich um sie´. ich bekam ein beruhigungsmittel gespritzt, wurde genäht. emine kinder sah ich nicht.
als ich ca. 30min aus dem op geschoben wurde, ‘trafen’ wir albert auf dem gang. ein kleiner körper mit verbundenem kopf im brutkasten. ein kurzer blick, dann gings zurück in den kreißsaal. gustav sah ich nicht, zu dem zeitpunkt schon auf der its. beide sah ich dann erst einen tag später erstmals bzw. wieder, im brutkasten, in dem ich sie berühren durfte. kuscheln war fehlanzeige an jenem tag, erst einen tag später durfte ich das. dannch wieder zurück auf die wochenstation, zu den jungmüttern mit babys. gott sei dank hatte ich keine von ihnen in meinem zimmer.

paradoxerweise war ich glücklich in jenen ersten tagen, berauscht von hormonen. nur seither, seither hadere ich und bin wohl das, was kassiopeia meinte: traumatisiert. ich hadere mit dem was war, ich denke oft an jene tage, fühle mich betrogen um die kostbaren momente einer geburt, um die kostbaren ersten tage udn wochen mit einem neugeborenem, muss tränchen weg wischen wenn ich schilderungen anderer höre oder lese.
ich weiß, ich muss dankbar sein trotz allem 2 gesunde kinder zu haben, die freude darüber solle doch überwiegen. und das tut sie auch. nur manchmal, manchmal in ruhigen momenten kommt dies alles hoch und ich frage mich, warum. warum. warum.
warum diese geburt
warum diese bescheidene zeit auf der wochenstation inmitten glücklicher jungmütter.
warum diese trennung von meine kindern
warum diese stillprobleme
warum warum warum

eine woche danach

Veröffentlicht in Heulerei, Presserei von dickbauchmarie am 15/05/2009

heute nacht wird die geburt unserer söhne 1woche zurück liegen. eine woche, die voller ereignisse steckte, ereígnisse, die sich täglich mehren, die nach verarbeitung schreien.nur wann diese statt finden soll, das weiß ich nicht. besonders die vergangenen tage waren hart, die aussicht auf die kommenden vermag ich nicht anders zu umschreiben. seitdem ich die klinik und damit meine kinder verlassen musste, habe ich mehr tränen als in meinem gesamten leben vergossen und ich weiß nicht, wie lage ich mit dieser trennung noch zurecht komme bzw die aktuelle belastung verkrafte.
aufgrund der entfernung schaffe ich es im moment, meine söhne 2mal täglich für je ca. 2-3 std zu besuchen. hinzu kommt an- und abreise sowie die täglichen abpumpzeiten für die so kostbare und schwer umkämpfte muttermilch. mehr bleibt nicht vom tag, ich hetze hindurch und fühle mich nur bei meinen söhnen wohl.
ich weiß nicht, welch grausamer mensch neugeborenenstation ohne ausreichend familienzimmer plante, ich weiß nicht, wie lange ich das noch schaffe, ich weiß nicht, ob neben milchstau noch andere auswirkungen des stresses auf mich zu kommen, ich weiß nur: ich muss zu meinen söhnen und ich verstehe diesen ganzen klinikapparat nicht. und es ist mir schleierhaft, wie andere frauen mit der situatrion zurecht kommen, deren kinder zudem nicht so große fortschritte machen wie unsere zwei kämpfer.

gustav

Gustav satt zufrieden nach dem Stillen. Wir schaffen zwar an der Brust keine ganze Mahlzeit, aber
sind auf dem Weg dahin.

Veröffentlicht in Presserei von dickbauchmarie am 10/05/2009

unsere beiden kämpfer haben mehr als 1 std mit papa und mama gekuschelt, die frischluft gut vertragen, ich bin so glücklich im moment, so stolz auf unsere zwei, fühle mich gestärkt durch diese std, mehr als es tage voller bettruhe vermögen können.

es ist so wahnsinnig viel passiert seit freitag morgen, ich muss so vieles aufarbeiten, so vieles verarbeiten. es ist so schwer, von meinen söhnen getrennt zu sein, sie wieder und wieder zurück zu lassen. es ist schwer, andere mütter mit ihren babys zu sehen, es ist schwer die babys im nachbarzimmer zu hören, es ist schwer mit einer pumpe um jeden tropfen milch zu kämpfen, es ist verdammte schei.ße schwer.

manchmal dachte ich die tage, ich müsste zusammen brechen, vor schwäche und vor sorge, aber ich tat es nicht. ich habe einen mann an meiner seite, der mir so wahnsinnig viel kraft gibt, mir freitag so wahnsinnig toll beistand, mich samstag pflegte, mich aufbaute, mich zu unseren söhnen brachte und mich heute schon wieder zum lachen bringt. ich bin ihm so wahnsinnig dankbar, er ist der beste mann von welt.

das glück im kleinen

Veröffentlicht in Presserei von dickbauchmarie am 09/05/2009

jetzt also auch an dieser stelle die verkündung der geburt unserer geliebten söhne

Gustav, geb. 08.05.2009 um 23:09, 46cm und 2130g und Albert, geb. 08.05.2009 um 23:10, 45cm und 2000g

albert gustav
Albert bereits ohne atemhilfe, Gustav noch unserer kleiner taliban

Nach einem vorzeitigen blasensprung(33+5 SSW) in in der früh, einer eilfahrt ins KH, einer verlegung in die uniklinik, langen std im kreißsaal und einem notkaiserschnitt erblickten beide als kleine befreiungskinder des 08.05. das licht der welt.
für mich sind am gestrigen tage viele welten zusammen gebrochen, jedoch auch neue gewachsen, die uns um vieles reicher machen: unsere söhne. perfekte kleine wesen, so sehr geliebt.

wir danken euch allen für die glückwünsche, denkt an die mäuse damit sie schnell kraft schöpfen und wir sie endlich in den armen halten können

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heute…

Veröffentlicht in Kugelei, Presserei von dickbauchmarie am 07/05/2009

endlich wieder ien guter tag. kein sodbrennen, keine matschhüfte, kein riesenmopsfüße sondern nur möpschen, wenig juckreiz.

edit: und 23.17:
es juckt wieder. und wie. herr gott, ich soll mir das hinter die ohren schreiben

außerdem heute den ersten Termin zur geburtsplanung in der klinik gehabt und eine empfehlung für eine einleitung in woche X bekommen. falls die shrimps denn sich dann nicht schon selbst auf den weg gemacht haben. wann verrat ich nicht (die tippabgabe, sie wissen schon ;) )

und jetzt, jetzt bin ich gerade etwas, nunja, hin und her gerissen zwischen

1. juhu! ein fixdatum. bis dahin wird das alles ein ende haben und ich die shrimps endlich, endlich im arm
2. örks, will ich nicht. ich möchte kinder, die sich ihren geburtstag selbst suchen. außerdem habe ich angst vor einleitung
und ist es nicht auch eine ironie? ich nehme magnesium gegen vorzeitige wehen, muss mich schonen etc und denke paralell über einleitung nach. absurd!

andererseits: die warnung vor wehenschwäche bei einer zu überdehnten gebärmutter schien mir ernst. ach, ich weiß auch nicht.
kommenden mittwoch 2.termin-ich nehme an, da muss ich eine meinung kund tun-nur, wie sieht die aus?

ET-Tippabgabe

Veröffentlicht in Kugelei, Presserei von dickbauchmarie am 04/05/2009

Dem Beispiele FrauSchokoperles folgend auch an dieser Stelle der Aufruf zum lustigen Termineraten, wann sind Ihrer Meinung nach die Shrimps wirklich unterwegs und werden nicht nur passiv durch die Welt geschaukelt?
Ich habe beschlossen, meine Tipprunde etwas früher zu eröffnen, denn Zwillinge, nun ja, Sie wissen schon.

Auch von mir schnell noch ein paar Fakten:

» der errechnete Termin ist der 26.06.2009
» der in der 7.SSW korrigierte Termin ist der 21.06.2009
» das Zeugungsdatum legt terminlich den 18.06.2009 nahe
» mehr als die Hälfte aller Zwillinge kommen in der 36.SSW zur Welt
» das Köpfchen des führenden Shrimps hat bereits eine feste Verbindung zu meinem Becken aufgenommen, der Muttermund ist bereits leicht geöffnet
und last but not least die übliche Angabe:
» ich bin Erstgebärende

Nun denn, wann glauben Sie, werden sich die Shrimps auf den Weg in diese schrecklich große Welt begeben?

Und bitte, bitte bedenken Sie bei der Tippabgabe,dass ich bereits jetzt 4kg Kind plus doppelt Anhang mit mir rumtrage, also seien Sie nicht grausam ;)

infos satt

Veröffentlicht in Presserei von dickbauchmarie am 06/03/2009

als schnelle Bestandsaufnahme des gestrigen KH-Besuches, ganz subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

1. Eindruck: Sehr gut. Schöne Klinik in hübschen Altbau direkt an der Elbe gelegen. Der Oberarzt im Fachbereich der Geburtshilfe, der die einleitenden Worte sprach, machte einen netten, der Oberarzt der Kinderklinik ebenso. Die Hebamme sprach in ganz bezaubernden Dialekt. Meine erste Wahl im Kreißsaal wäre sie abgesehen davon (auch ganz subjektiv) nicht, aber es stehen ja neun andere zur Wahl, was meine Chance nicht als so schlecht erscheinen lässt, eine andere Dame als Geburtshelferin zu erwischen.

Interessant war für mich, die Anwesende mit dem dicksten Bauch zu sein bzw. eine der sehr wenigen, die überhaupt ein Bäuchlein zur Schau trugen. Ich dachte eigentlich, mit meiner 24. Woche sei ich verhältnismäßig früh dran, mich in einer Klinik meiner Wahl zu informieren. Aber nee, weit gefehlt, war ich nicht.

Der Vortrag der Oberärzte brachte im Verlauf nicht super viel neue Erkenntnisse, hatte ich mich ja bereits vorab informiert, welche Klinik ich mir überhaupt anschauen wollte, neu hingegen war für mich, dass auf die rund 1200 Geburten / Jahr im Schnitt nur 10 Zwillingsgeburten entfallen. Verdammt, das ist wenig, nicht? Des Liebsten Gesicht schien das ebenso so auszudrücken. Auf unsere Nachfrage darauf hin erfuhren wir, dass Zwillinge im Hause nur ab der 34. Woche bzw einem Mindestgewicht von 1500g entbunden werden. Hm. Der Oberarzt erklärte uns in dem Zuge die Gründe, die möglichen Komplikationen. Und mir, mir wurde wieder schlecht. 1500g, 34. Woche. Diese Konstellation ist wohl nicht so super selten bei Zwillingen. Ich hätte am liebsten auf der Stelle geheult, als ich diese hässliche Nachricht (mal wieder) hören durfte. Argh. Ich will propere gesunde Babys ohne Inkubatoren oder Wärmebettanhängigkeit. Ich will entbinden und die Shrimps gesund und proper mit nach Hause nehmen. Noch 12 Wochen habt ihr Baucharrest, hört ihr, ihr kleinen Shrimps?! Mindestens!

Nach der Theorie gabs dann noch einen Einblick in den Kreißsaal, in das (aktuell) leer stehende Frühchenzimmer, das Vorwehenzimmer, das Bad, die Wochenstation. Eine Wehen veratmendene Entbindende bekamen wir auf dem Gang auch zu Gesicht, ich hoffe sie hat alles gut und schnell überstanden. Spaß zu machen schien ihr das ganze zumindest nicht.

Fazit: Die Entscheidung ist im Grunde gefallen, ich hab mich so wohl gefühlt wie man sich eben in einer Klinik wohl fühlen kann. Die Kreißsäale sind liebevoll eingerichtet, die Betten breit, Ball, Seil, Hocker und Co vorhanden, Technik neu. Es gibt keine weißen Wände, der Blick auf die Altstadt und die Elbe ist fantastisch, das Zuhause ist fußläufig nur 15min entfernt und die Klinik gilt als stillfreundlich und bemüht um eine sanfte Geburt. Was will man eigentlich mehr?

Dennoch werden wir uns kommende Woche noch die Uniklinik als den Worst-Case-Schauplatz anschauen gehen. Um vorbereitet zu sein für den Fall der Fälle und zu wissen, was einen dort erwartet. Ich hoffe, das wird mein 1. und letzter Besuch da.

Halbzeit

Veröffentlicht in Kugelei, Presserei, Sorgerei von dickbauchmarie am 28/01/2009

Ich befinde mich in der 19. Schwangerschaftswoche (18+5)

Nachdem es nun bei Schussel ernster und ernster wird, bis sie ihren Krümel auf dem Arm halten wired, beginne auch ich langsam zu realiseren, dass es soooo arg weit weg nimmer ist, sondern die Zeit wohl vielmehr immer schneller scheint zu rennen. Statistisch geshen erblicken die meisten Zwillinge in der 36. SSW das Licht der Welt und wiegen damit um die 2,5kg. Ich hab mir mal ganz dreist 38 Wochen vorgenommen und habe damit Halbzeit. Halbzeit! Das heißt die Hälfte der Schwangerschaft ist vorbei, nochmal so lang und wir sind Eltern. Zweifache Eltern. Von jetzt auf gleich. Und umso mehr ich darüber nachdenke, umso mehr habe ich Angst davor, diese 38 Wochen nicht zu schaffen sondern kleine Frühchen auf die Welt zu bringen wie viele andere Zwillingsmamas auch. Ich habe Angst davor, ‘nicht reife’ Babys zu haben, habe Angst vor Komplikationen, habe Angst vor einem Kaiserschnitt. Und muss dabei doch optimistisch in die Zukunft blicken und fest daran glauben, dass alles gut wird.

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